Klimaschutz

Klimaschutz

Nach EU-Vorgaben sollen die zurzeit noch häufig verwendeten Quecksilberdampflampen, die sogenannten HQL-Lampen für immer vom Markt verbannt werden. Hintergrund sind letztlich die Zielsetzungen für einen maßvolle Umgang mit der Ressource Energie und damit auch die Reduzierung der Co2-Emmissionen. Auf dem Weg zu mehr Klimaschutz hat die EU verschiedene Richtlinien verfasst, die in das europische Klimaschutzprogramm integriert sind und konkrete Anforderungen an elektrisch betriebene Produkte festlegen.

Die Grundlage aller Maßnahmen ist vor allem die so genannte EuP-Richtlinie (Eco Design for Energy using Products 2005/32EG), deren Ziel die Reduktion des Energieverbrauchs ist. Desweiteren gibt es die RoHS-Richtlinie, welche den Fokus auf die Reduzierung von Schadstoffen gelegt. Und schließlich die WEEE-Richtlinie (Waste of Electrical and Electronic Equipment), die sich mit Recycling-Vorschriftn beschäftigt. Wie bei den vorangegangenen EuP- Verordnungen treten die Mindest-Anforderungen auch hier zeitlich gestuft in Kraft. Die Umsetzung soll in drei Stufen bis 2015 erfolgen.

Die erste Stufe ist ein Jahr nach In- Kraft-Treten der Verordnung, also seit dem 13. April 2010 gültig, die zweite seit April 2012 und die dritte ab April 2015.

Die sogenannte Ausphasung ineffizienter Leuchmittel und Leuchten ist also bereits in vollem Gange, das schrittweise Verbot der alten Glühbirne beispielsweise jedem Verbraucher bekannt. Im September letzten Jahres wurde die 60-Watt-Glühbirne aus dem Verkauf genommen. Nicht nur bei Privathaushalten, sondern auch im so genannten tertiären Sektor, in der Straßen-, Industrie- und Bürobeleuchtung sollen laut EU künftig die CO2-Emissionen ebenfalls reduziert werden. Auf der roten Liste stehen Leuchtstofflampen sowie Hochdruckentladungslampen, Natriumdampfhochdrucklampen und vor allem Quecksilberdampfhochdrucklampen.

Experten von OSRAM schätzen den Bestand von HQL-Lampen in der EU auf insgesamt 35 Millionen. Etwa 60 Prozent entfallen auf die Straßenbeleuchtung, gut 15 Millionen HQL-Leuchten werden demnach EU-weit im industriellen Sektor eingesetzt. Bei einem Anteil Deutschlands am Bruttoinlandsprodukt der EU von gut 20 Prozent (Quelle: Eurostat 2010) betrifft dieses HQL-Verbot schätzungsweise rund drei Millionen HQL-Leuchten in Industrie- und Gewerbebetrieben in Deutschland. Der Handlungsbedarf in den Unternehmen ist also enorm, so dass die Nachfrage nach alternativen Beleuchtungskonzepten rapide wachsen wird.